Gehirnjogging: warum es wichtig ist, geistig fit zu bleiben



Unser Gehirn ist unglaublich komplex: Billionen Synapsen vernetzen Milliarden Nervenzellen – und machen so unser Denken und Handeln erst möglich. Im Alter kann sich unser Gehirn ähnlich wie ein Muskel entwickeln und stärker werden oder aber erschlaffen. Daher ist es wichtig, dass wir geistig fit bleiben. Heute zeige ich euch, wie ihr euer Köpfen auf Trab bringt.


Wann sollte man sein Gehirn trainieren?


Matheaufgaben, Lesetempo, Merkfähigkeit, logisches Denken – das sind Herausforderungen, für die man trainieren sollte, am besten von jung auf. Denn ein gutes Gedächtnis hat viele Vorteile: Nicht nur im Job kommt es gut an, wenn man Details oder Namen von Gesprächspartnern auch nach langer Zeit noch weiß. Auch im Privatleben hilft es, wenn man sich Dinge merken kann, Termine im Kopf hat oder an Erledigungen denkt, die man zugesagt hat. Vor allem Menschen, die einen Routinejob ausüben und abends nur auf der Couch fernsehen, sollten sich unbedingt Zeit nehmen ihre Gehirnzellen zu trainieren.


Was passiert, wenn man das Gehirn vernachlässigt und schont?


Unser Gehirn baut mit der Zeit ab, ähnlich wie bei einem Muskel, der nicht trainiert wird. Durch geistige Inaktivität lösen sich Synapsen im Gehirn. Die Folge ist ein schlecht vernetztes Nervensystem. Die Gedächtnisleistung nimmt ab und ebenfalls die Fähigkeit, Probleme zu lösen. Wer sein Gedächtnis verbessern möchte, kann dafür Gehirntraining betreiben. Übungen, mit denen man das Gedächtnis trainiert, sollten idealerweise beide Gehirnhälften ansprechen. So fördert man nicht nur die Merkfähigkeit, sondern verbessert auch die Durchblutung und den Stoffwechsel im Gehirn und steigert die Leistungsfähigkeit.


Denksport kann sogar Spaß machen


Mein Freund und ich sind seit kurzem von einer App total begeistert und planen uns sogar jeden Abend Zeit dafür ein. Die App heißt Neuronation und lässt sich sowohl auf Android als auch auf Apple Geräten herunterladen. Mit ihr könnt ihr ganz individuell nach euren Bedürfnissen die geistige Fitness trainieren. Die Aufgabenfolgen sind so gestaltet, dass der Anspruch kontinuierlich zunimmt, nach und nach kann man zudem höhere Levels erreichen. Bei den Rechenaufgaben werden zum Beispiel die Zahlen größer und schließlich teils durch Symbole ersetzt – man muss sich also zusätzlich merken, welches Symbol für welche Zahl steht. In den anderen Übungen werden die Muster komplizierter, die gesuchten Wörter länger. Bei der Premium-Version passt sich die App während der Nutzung den Fähigkeiten des Users an, der so auch gezielter trainieren kann. Meiner Meinung nach reicht aber die kostenlose Version vollkommen aus, da hier die Aufgaben zwar per Zufall variieren, die Schwierigkeitsstufen jedoch immer weiter zunehmen und unser Gehirn somit dennoch beanspruchen.


Gehirntraining im Alltag


Hobbys sind nicht nur bloßer Zeitvertreib, sondern auch oft ein sehr wirksames Gehirntraining. Neben Sport sind vor allem Musizieren und das Lernen von Fremdsprachen als gute Beispiele zu nennen. Beim Musizieren werden nachweislich alle Gehirn-Areale aktiviert und es fördert die Konzentrationsfähigkeit. Fremdsprachen wiederum können unsere Gedächtnisleistung verbessern und unsere Konzentration fördern. Studien belegen sogar, dass Menschen, die Fremdsprachen lernen und sprechen tendenziell auch weniger von Demenz betroffen sind, weil das Sprechen einer anderen Sprache das Denken im Alltag ständig fördert. Und wenn euch Musik und Sprachen nicht liegen, dann versucht einfach jedes Jahr eine neue Fähigkeit zu erlernen. Was zählt, ist die Geisteshaltung, die dahintersteckt, nämlich die nicht nachzulassen.


Routinen aufbrechen


Allgemein ist immer wichtig, nicht zu viel Routine aufkommen zu lassen. Zum Beispiel könnt ihr damit starten, euch nicht mehr auf die gewohnte Einkaufsliste zu verlassen. Versucht stattdessen alles zu merken, was auf eurer Einkaufsliste steht und prüft sie erst am Ende eures Einkaufs. Eine weitere Routine, die wir brechen können, ist die Abhängigkeit von unseren Smartphones. Wie wäre es, einige Nummern aus eurem Telefonbuch auswendig zu lernen? Das hat nicht nur den Vorteil, dass das Zahlengedächtnis trainiert wird, sondern schützt auch vor einer unangenehmen Situation: Was macht man, wenn man unterwegs ist und das Handy verliert oder schlicht der Akku leer ist, man aber dringend jemanden erreichen muss? Wer die Nummern weiß, kann sich ein Handy leihen oder findet zur Not eine Telefonzelle, um jemandem anzurufen.


Wer neugierig bleibt und sich ständig neuen Herausforderungen stellt, hilft dem Gehirn und lebt ein ausgefülltes und abwechslungsreiches Leben! 🧡

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