Gesellschaftliches Kategorisieren: Normale Dinge, die als ungesund bezeichnet werden



Wir alle tun Dinge, die wir eigentlich vermeiden wollen. Verhalten ist nicht von Natur aus schlecht. Es ist die Kultur, die Kategorien von gutem und schlechtem Verhalten aufstellt. Heute stelle ich euch 6 normale Dinge vor, die von der Gesellschaft als ungesund bezeichnet werden.


Die Suche nach Bestätigung


Die externe Bestätigung ist ebenso wichtig und grundlegend für unsere Erfahrung wie die interne Validierung. Wir leben in einer sozialen Welt; wir können nicht lernen, uns auf uns selbst zu verlassen, ohne externe Beziehungen oder Erfahrungen mit der Welt zu machen, die unseren Selbstwert bekräftigen. Es gibt kein selbst ohne den anderen. Ohne unser Umfeld und die Menschen, die wir lieben, können wir kein Selbstwertgefühl und keine Selbstbestätigung entwickeln.

Selbst-Sabotage


Wir sind alle begrenzt und können uns auf selbstsabotierende Weise verhalten, die nicht mit unseren bewussten Zielen übereinstimmt. Verbringt weniger Zeit damit, euer Verhalten harsch zu beurteilen, und stattdessen mehr Zeit mit der Erforschung der zugrunde liegenden Bedeutung. Akzeptieren, umarmen und tolerieren Sie Ihre Unvollkommenheiten, damit Sie weitermachen und Ihr Leben genießen können.


Impulsives Reagieren


Jeder Mensch ist impulsiv und reaktiv. Es ist in Ordnung, zu reagieren und wütend zu sein. Wachstum und Heilung bedeutet nicht automatisch 24/7 Ruhe oder Abwesenheit von Emotionalität. Lasst euch selbst reagieren und seid menschlich. Achtet aber auch darauf, ab und zu innezuhalten und nachzudenken, um eure Auslöser besser zu verstehen.


Menschen gefallen zu wollen und andere Bedürfnisse über die eigenen zu stellen


Menschen zu gefallen ist eine Beziehungsstärke. Die Herausforderung liegt in der Unfähigkeit, zu empfangen. Sie liegt in der Angst, die oft so tief verwurzelt ist und mit dem Verhalten der Menschen, die einem gefallen einhergeht. Tut etwas für andere, seid freundlich und steckt eure Kraft in die Menschen, die ihr liebt. Aber erforscht auch eure Unfähigkeit, Gegenleistungen zu empfangen und gebt euch selbst die Erlaubnis, Gegenleistungen anzunehmen.


Von der Liebe angestoßen und von Beziehungen herausgefordert werden


Alle Beziehungen sind grundsätzlich risikoreich und werden eine Vielzahl an Stressoren hervorrufen. Die Liebe Erwachsener ist unsicher und an Bedingungen geknüpft. Daher wird früher oder später auch jeder eine Beziehungsherausforderung erleben müssen. Seid mutig und versucht eure früheren Wunden aus alten Beziehungen jedes Mal aufs Neue abzulegen. Jede Beziehung ist anders, bleibt offen für sie, damit auch sie offen für eure Wunden werden.


Beziehungsabhängigkeit/ Co-Abhängigkeit


Alle Beziehungen sind in unterschiedlichem Maße abhängig und unabhängig. Die Art und Weise, wie wir die Abhängigkeit in Beziehungen bewerten (und moralisieren), ist rein kulturell und vom Umfeld geprägt. Anstatt die Abhängigkeit zu kontrollieren, kann es wichtiger sein, den Wert der Unabhängigkeit als auch der Abhängigkeit zu verstehen.


Dieser Blogbeitrag sollte nicht dekonstruktiv auf die Menschen auswirken, die gerade an sich selbst arbeiten. Wenn ihr die Abhängigkeit in eurer Beziehung als ungesund empfindet, dann ist es das auch höchstwahrscheinlich. Aber lasst euch nicht von der Gesellschaft stigmatisieren, was Gut und Schlecht sein soll. Macht es euch zur Gewohnheit, euch selbst zu fragen: Unterstützt dieses Verhalten das Leben, das ich für mich schaffen will? 💜

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