Kreatives Schreiben – Tipps für bessere Texte

Aktualisiert: 30. Juni 2021



Ideen fest halten, Geschichten ausdenken und der Fantasie freien Lauf lassen – kreatives Schreiben ist für viele Menschen eine Bereicherung des Lebens. Das Schreiben kann Blockaden lösen, euren Fokus für das Wesentliche schärfen und dich in Kontakt mit anderen Menschen bringen. Wenn du auch gerne schreibst, dann lese jetzt, worauf es beim kreativen Schreiben ankommt und mit welchen Methoden du deinen Schreibstil verbessern kannst.


Was ist Kreatives Schreiben?


Wenn ihr kreative Texte verfasst, macht ihr im Grunde nichts anderes als J.K. Rowling, Stephen King oder Dan Brown: Ihr schreibt. Und doch gibt es einen Unterschied, warum die Texte mancher Autoren Millionen von Menschen fesseln und andere in Vergessenheit geraten. Der Grund liegt in ihrer einfachen, abwechslungsreichen und spannenden Art zu schreiben. Kreatives Schreiben beginnt also dort, wo du dich traust, deinen Gedanken freien Lauf zu geben. Im Vordergrund steht nicht die Faktenvermittlung, sondern ein freier, auf Unterhaltung ausgelegter Ansatz. Kreative Texte inspirieren – das gilt für Romane und Geschichten sowie für Artikel in einem Blog.


Schreibblockaden lösen


Der Anfang ist immer das größte Hindernis beim kreativen Schreiben. Hört auf, stundenlang über euren Anfang nachzudenken. Klaut einfach den Anfang eines anderen Textes und mache etwas Eigenes daraus. Nachdem der Text dann fertig ist, änderst du einfach den Anfang. So löse ich immer meine Schreibblockaden.


Schreibübungen zum Kreativen Schreiben


Die Frage ist nun: Wie kann man das kreative Schreiben lernen? Ganz einfach: durch Übung. Nach dem Schweizer Germanisten Kaspar H. Spinner gelten funktioniert kreatives Schreiben nach drei Prinzipien:

  • Irritation: Gewohnte Alltagsmuster durchbrechen

-> Übungen: Sprich aus, was andere verschweigen. Oft klingen viele Texte hochgestochen und langweilig. Der Grund liegt im Wunsch, seriös aufzutreten. In der Schule wurde uns nie beigebracht, möglichst einfach zu schreiben. Wir dachten ständig, dass hochgestochene Sprache einen Text erst gut macht. Doch sind wir mal ehrlich: Wer würde sich die Mühe geben, einen schweren Text zu lesen, nur um ihn nach Stunden der Langeweile wieder wegzulegen. Dieses höfliche Getue könnt ihr euch sparen. Seid menschlich, ehrlich und spricht Sachen aus, statt drumherum zu reden.

  • Expression: Persönlichkeit zum Ausdruck bringen

-> Übungen: Rege dich auf, sei saue und empöre dich. Lass dich so richtig über ein Thema aus. Du wirst merken, wie sich deine Wortwahl verändert. Wie authentisch du plötzlich schreibst und wie leicht dir das Schreiben fällt. In diesem Zustand der Rage bist du du selbst und kannst lernen, deine Persönlichkeit im eigenen Schreibstil zum Ausdruck zu bringen. So ging es mir auch im Beitrag zum Thema Essstörung. Oft finde ich beim Gespräch nie die richtigen Worte für mein Empfinden. Im Zustand des Schreibens bin ich am ehrlichsten und es ist jedes Mal ein Balsam für die Seele, wenn ich meine Gefühle auf Papier bringe.

  • Imagination: Fantasie und Vorstellungskraft anregen

-> Übungen: „Show, don’t tell.“ Diese Regel findet ihr in allen Schreibratgebern. Es geht darum nicht zu schreiben, dass die Freundin „beleidigt wegging“. Sondern, dass sie „ihre Sachen packte und wegging, ohne ein Wort zu sagen.“ Dass er beleidigt war, sollen die Leser dann selber denken. Versucht beim Schreiben filmisch zu denken. Wie würdet ihr ein Drehbuch schreiben? Ihr würdet möglichst genau beschreiben, was passiert. Gefühle lassen sich nicht beschreiben, sie geben sich aus dem Beschriebenen. Versucht folgende Zustände mit „Show“ zu ersetzen: 1) Er war wütend. 2) Sie war verliebt. 3) Er war müde.


Die Fähigkeit zum kreativen Schreiben ist keinem Autor angeboren. Kreatives Schreiben lässt sich wie jede andere Fähigkeit auch erlernen. Die Übungen helfen dabei, Ideen zu finden, Hürden beim Schreiben zu überwinden und einen individuellen Stil zu entwickeln. 🧡

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