Motivation, gesunde Gewohnheiten, Klarheit: wie wir glücklich werden



Und täglich grüßt das Murmeltier: Tag ein Tag aus stehen wir auf, gehen arbeiten, kommen nach Hause und legen uns wieder schlafen. Bei einem monotonen Alltagsleben ist es oftmals nicht so einfach super gut gelaunt aus dem Bett zu hüpfen und motiviert in den Tag zu starten. Wer es dennoch schafft den eigenen Antrieb zu erkennen und effektiv zu nutzen, erreicht seine Ziele schneller. Das Ziel für 2021 heißt also: „Mehr wollen statt müssen“ und „Sich fordern, aber nicht überfordern!“


Intrinisische Motivation finden


Erfolgreich wird man nicht mit Druck, sondern mit Leichtigkeit und mit einer optimistischen Grundhaltung beispielsweise der Zuversicht in die persönlichen Fähigkeiten. Wer es schafft, den eigenen Antrieb zu erkennen und effektiv zu nutzen erreicht seine Ziele schneller. Eine wichtige Voraussetzung ist Klarheit. Du möchtest die Karriereleiter erklimmen, viel Geld verdienen oder dir einen Namen in deiner Branche machen? Das sind konkrete Ziele – aber ist dir auch bewusst, warum du das möchtest? Was sind deine Beweggründe dafür? Wie verbessert sich dein Leben, wenn du deine Ziele erreicht hast? Solche Fragen sind essentiell für eine starke Selbstdisziplin. Sobald ihr wisst, was auf der anderen Seite auf euch wartet, steigert das die intrinsische Motivation enorm. Das bedeutet, dass ihr nun aus dem Inneren heraus angetrieben werdet und nicht durch Einflüssen von außen.


Vorplanen statt Vorkochen


Spontan kochen ist super. Keine Frage. Doch 3 bis 4 Mahl am Tag überlegen, was man jetzt essen will, ist mental belastend und energieraubend. Im Buch, “Die Macht der Disziplin” von Roy Baumeister und John Tierney schreiben die Autoren schon auf den ersten Seiten, von Ego-Erschöpfung. Ego-Erschöpfung beschreibt einen Zustand, der erreicht wird, wenn die Willenskraft im Laufe des Tages immer mehr abnimmt, da wir über den Tag hinweg viele Entscheidungen treffen, die unseren Geist und auch unsere Disziplin herausfordern. Daher fällt es uns auch so schwer, den inneren Schweinehund am Abend zu wieder stehen, wenn es lieber schnell eine Tiefkühl-Pizza fordert, als selbst etwas zu kochen. Diese fehlende Willenskraft führt im Supermarkt, am Abend nach einem langen Arbeitstag, vermehrt zu Spontan-, Fehl- oder Zuvielkäufen. Zu Käufen von Lebensmitteln, auf die man gerade Lust verspürt, welche aber nicht unbedingt gesund und somit echte LEBENSmittel sind. Oder zum Kauf von Lebensmitteln, die man dann doch nicht einsetzt, weil sie einem zu ungewohnt sind und man sowas sonst nie verwendet.


Ein Vorteil, den dir das vorgeplante Kochen bietet ist es, dich die meiste Zeit zurückzulehnen und zu genießen. Statt eine Woche zu planen, rate ich ein Tag davor zu planen. So wisst ihr was das Vorratslager im Kühlschrank hergibt und ihr könnt auch ganz genau voraus planen, wie stressig der nächste Tag sein wird. Dabei muss das Essen nicht vorgekocht, sondern lediglich vorgeplant sein. Das heißt: einfach auf einem Notizblock notiert sein. So seid ihr für die Situationen gewappnet, wenn euch der Hunger überfällt. Und ihr lernt immer wieder neue Rezepte, weil ihr aus den vorhandenen Lebensmitteln leckere Gerichte zaubern müsst. Ähnlich wie beim spontan kochen, nur dass ihr bereits wisst, was auf euren Teller kommt. Vorplanen ist ein Prozess, der euch mit der Zeit routinierter und besser werden und nicht zuletzt auch gesünder fühlen lässt.


Du bist was du trägst


Leider machen Leute - das ist keine Neuigkeit, aber gerade in Zeiten von Homeoffice und Social Distancing fällt es manchmal schwer aus dem Pyjama zu schlüpfen. Doch das sich zurechtmachen und Anziehen von schöner Kleidung geht weit über den Aspekt “sehen und gesehen werden” hinaus. Der größte Profiteur von einem schönen Look seid ihr selbst. Mode allein kann euch zwar nicht glücklich machen, aber sie kann sich positiv auf eure Psyche und Laune auswirken. Wenn ihr zum Beispiel ein fröhliches Outfit trägt, kann das zu besserer Stimmung beitragen. Eine Studie “Enclothed Cognition” von Hajo Adam und Adam D. Galinsky hat herausgefunden, dass das Tragen von bestimmter Kleidung sich auf berufliches Handeln auswirkt. Zum Beispiel steigert das Tragen des gewohnten Arztkittels die Aufmerksamkeit von Ärzten und der Malerkittel hilft Malern dabei kreativ zu sein. Meine These: Etwas anzuziehen, was man ohnehin auf der Arbeit getragen hätte, hilft bei einem produktiven Arbeiten von zu Hause aus.


Glaube versetzt Berge


“I loathe narcissism, but I approve of vanity.” Das schrieb schon die Chefredakteurin der amerikanischen Vogue Diana Vreeland. Ich kann ihr da nur zustimmen: Ein bisschen Eitelkeit und noch viel mehr Selbstliebe ist kein Fehler. Carolyn Mair, eine Psychologin am London College of Fashion zufolge liegt es nämlich nicht ausschließlich an der Kleidung die uns glücklich macht, sondern auch an uns selbst. Wenn wir denken, dass uns eine Bluse seriös und kompetent erscheine lässt, dann tut sie es auch. Es geht darum, welche Wirkung wir dem Kleidungsstück zuschreiben, damit sie sich auf uns übertragen lässt. Wenn ihr euch selbst positiv sieht, habt ihr automatisch auch mehr Energie und könnt mehr erreichen.


Tagesroutine festlegen


Führt eine bestimmte Tagesroutine fest. Das heißt nicht, dass ihr den kompletten Tag von Anfang bis Ende durchplanen sollt, aber eine gewisse Struktur sollte schon vorhanden sein. Einen geplanten Tagesablauf, der aber dennoch Freiheiten zulässt, ist von Vorteil und bringt definitiv mehr Motivation. Vor allem eine Morgenroutine hilft dabei, den restlichen Tag strukturiert und erfolgreich weiterzuführen. Vielleicht mögt ihr euch auch eine To-Do-Liste mit allen Aufgaben des Tages machen. Meist hilft sie, den Alltag motiviert zu meistern und alles zu schaffen, was man sich vorgenommen hat. Beginnt mit der wichtigsten Aufgabe zuerst und erledigt dann nach und nach die anderen. Zwischendurch dürft ihr euch gerne einige kleine Pausen gönnen.


Am Ball bleiben


Es ist ein harter Weg die eigene Motivation wieder zurück zu erobern. Wenn ihr es geschafft habt, wieder motivierter zu sein und jeden Tag wieder mit vollem Antrieb anzugehen, dann möchtet ihr nicht mehr zurück. Und das sollt ihr auch gar nicht! Um nicht einen Rückfall zu riskieren, müsst ihr definitiv am Ball bleiben. Das heißt: Legt auf keinen Fall lange Pausen der Motivationslosigkeit ein. Ein Tag mit wenig Motivation kommt bestimmt und das ist auch in Ordnung, solange ihr am nächsten Tag wieder durchstartet. Vergehen nämlich mehrere Tage ohne Motivation, verfallt ihr wieder in alte Gewohnheiten und alles Erarbeitete ist futsch. Ihr müsst wieder ganz von vorn anfangen. Gönnt ihr euch aber mal einen Tag voller Lustlosigkeit und geht den nächsten Tag wieder mit mehr Motivation an, bleibt es eben nur bei einer kleinen Pause.


Wie wäre es, wenn wir uns für 2021 zum Jahresziel setzen, weniger zu müssen, sondern mehr zu wollen. So intrinsisch motiviert, erreichen wir auch leichter unsere Ziele. Dann sind wir zufrieden, arbeiten öfter im Flow und machen uns und andere glücklich. 🧡





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